Wir haben Mirabib früh verlassen, aber sind immer noch von der Magie dieses Ortes fasziniert. Je weiter man sich von Mirabib entfernt, desto mehr kehren Vegetation und gefälligere Landschaften wieder zurück.
Heute haben wir nur eine kurze Strecke nach Tsaobis oder um genauer zu sein Tsaobis Nature Park. Früher hieß der Park mal Tsaobis Leopard Nature Park. Mittlerweile wurde der Leopard aus dem Namen gestrichen und wenn man so manchen Käfig auf dem Gelände sieht, ist das wohl auch besser so.
Das Camp liegt direkt am trockenen Swakop Flußbett, aber die Temperaturen sagen recht eindeutig, dass hier heute kein Fluß mehr fließen wird. Es ist unglaublich heiß und wir suchen ganz schnell den Schatten und sind auch sonst kaum zu Aktivitäten zu begeistern. Man könnte wieder 4x4 Allradstrecken fahren und Felsformationen bestaunen, aber am Ende überzeugt der kühle Pool doch mehr.
Am Abend zaubern wir uns ein angemessenes Silverstermahl und nachdem dann irgendwann auch noch der Strom ausfällt, schlummern wir unaufgeregt in unseren Dachzelten ins neue Jahr. So wenig Silvester war noch nie....
....also sind wir auch wach wie selten am Neujahrsmorgen und wachen mit der aufgehenden Sonne auf. So langsam entwickeln wir eine gewisse Routine, was das Packen und Beladen des Autos angeht. Irgendwie versucht man zu antizipieren, was man als nächstes brauchen könnte und die Packkiste landet dann eher in der vorderen Reihe. Und das klappt manchmal, manchmal geht es aber auch grandios schief und man braucht die Werkzeugkiste, die sich dann hinterm Kühlschrank und unter zwei Taschen versteckt.
Da heute Neujahr ist und unsere Vorräte gehen langsam zur Neige, da wir nur zwischenzeitlich in Solitäre einen sehr einfachen Laden nutzen konnten. Daher stoppen wir heute Nacht in Omaruru, um ggf. morgen früh die vorhandene Infrastruktur zu nutzen. Aber selbst am Neujahrstag haben einige Läden geöffnet und wir können sowohl auf dem Weg in Karabib, als auch hier in Omaruru einkaufen.
Wir wollen auch in der Zukunft nicht jede Nacht auf jeder Reise in den Dachzelten schlafen, aber es gibt eben Orte, wo es keine Unterkunft gibt und die man sonst so gar nicht erleben könnte (siehe Mirabib) oder die Lodge oder das Camp sind so teuer, das Camping schlicht die einzige Alternative ist. Heute ist aber mal wieder Abwechslung angesagt und in Omaruru übernachten wir im Omaruru Guesthouse. Jeder hat ein eigenes Bett, die Jungs ein eigens Zimmer....wenn sich einer umdreht, wackelt auch nicht das ganze Auto. Und wir müssen auch nicht kochen, sondern gehen zum Abendessen zum Nachbarn zu Kashana Restaurant und lassen uns bekochen. Und das Frühstück morgen früh ist auch noch gleich mit dabei. Was insofern manches einfacher macht, weil wir bei Palmwag eine relativ lange Fahrt von ca. 430 km vor uns haben.
Und weil wir es morgen früh nicht tun müssen, hier mal ein Zeitraffer Video des Zeltabbaus. Geht ja eigentlich ganz schnell... ;-)
Das Video ist schon ein paar Tage alt, aber bisher hatten wir nie die Bandbreite um es hochladen zu können....noch ein großer Vorteil hier in Omaruru.